Forschungskonzept
& Projekte
Vernetzung der Teilprojekte
In einer Reihe von Vernetzungstreffen von 2020 bis 2024 haben die Mitglieder des Projekts die hier vorgeschlagenen Forschungslinien zur "Occasio" gemeinsam entwickelt. Im April 2021 stellten die Beteiligten das Projekt im Rahmen des Dies academicus der Universität Bonn erstmals öffentlich vor. Im Wintersemester 2021/22 wurden die Vorarbeiten dann im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung "Die günstige Gelegenheit. Praktiken, Medien und Semantiken der occasio in der Vormoderne" präsentiert und diskutiert. Der Sammelband dazu erschien 2026 in der Publikationsreihe Super alta perennis des Bonner Centre for the Classical Tradition (CCT). Seit Berufung von Karin Peters in die Bonner Romanistik folgten seit Oktober 2023 aus dem Kulturraum der Romania historisch und methodologisch neue Impulse für die vergleichende Perspektive des Projekts, die im Sommersemester 2026 im Rahmen einer neuen Ringvorlesung "Die günstige Gelegenheit. Eine Erfindung der (spanischen) Frühen Neuzeit" gemeinsam mit eingeladenen Gästen ausgelotet werden (Programm hier).
Gemeinsam ist den Teilprojekten ein akteur:innenorientierter Zugriff, der den frühneuzeitlich multiplen Rollen von Autor:innen, Künstler:innen bzw. am Kunstmarkt partizipierenden Personen, Diplomat:innen und Wissenschaftler:innen gerecht wird.
Denn erst im Arbeitsverbund treten Akteur:innen und Situationen systematisch in den Vordergrund und erweitern disziplinäre Einzelperspektiven. Während in Geschichtswissenschaft und Kunstgeschichte Akteur:innen schon länger im Fokus stehen, profitieren auch die textwissenschaftlichen Teilprojekte von diesem Zugang. So untersucht Marc Laureys (Neolatinistik) die Relation von gelegenheitsbedingter Pragmatik und zeiträumlich enthobener Ästhetik. Daraus ergeben sich u.a. Bezüge zu den Teilprojekten von Karin Peters (Romanistik) und Hania Siebenpfeiffer / Christian Meierhofer (Neuere deutsche Literaturwissenschaft), deren Textkorpora zwischen volkssprachlichen und neulateinischen Ausdrucksformen wechseln.
Mit Akteur:innen und Praktiken verbinden sich politische, epistemische, ethische und ästhetische Zusammenhänge, die erst im Verbund für die Einzeldisziplinen methodologisch sinnvoll erschlossen werden. Dabei lässt sich der Akteur:innenbegriff auch für die nicht genuin textwissenschaftlichen Teilprojekte auf transhumane Text- und Bildartefakte erweitern. Wenn etwa Christian Moser und Christiane Frey (Komparatistik) eine Erschließung der literarischen, ethischen und didaktischen Praktiken der "Occasio" in kurzen Prosatexten (Sinnspruch / Apophthegma) anstreben, rückt ihr Teilprojekt über das rhetorische brevitas-Ideal in die Nähe zu den von Mariacarla Gadebusch Bondio und Christian Kaiser (Medizingeschichte) behandelten Aphorismen, die für ärztliche Entscheidungen und die Aktivierung des medizinischen Anwendungswissens buchstäblich überlebenswichtig waren. Unabhängig davon beruhen die Praktiken der "Occasio" sowohl auf Ressourcen wie Erfahrung, Wissen und Zeit als auch auf Eigenschaften wie Klugheit, Umsicht und Wachsamkeit.
Mit dem Blick auf Akteur:innen und Medien schließlich fragt die Forschungsgruppe nach der Relevanz medialer und materieller Realisierungen eines Handelns, das über einen Anlass hinaus nach historischer und kultureller Tradierung verlangt. Karin Peters (Romanistik) kann z.B. die Bedeutung konzertierter Editionen als Teil größerer Handlungsfelder okkasioneller Situierung im Verbund mit Birgit Münch und Hui Luan Tran (Kunstgeschichte) klären, die ihrerseits die semiotische Verknüpfung von Vita, Künstler:innen-Persona und Buchmedium beschreiben werden und Bezüge zur Occasio-Ikonologie offenlegen. Ihr Teilprojekt verbindet wiederum die Frage nach möglichen 'Zeitfenstern' im Feld der Diplomatie, die von Michael Rohrschneider (Geschichte) behandelt wird, eng mit der Vitenliteratur.
Projektübergreifend rückt so allgemein die politische Funktion der windows of opportunity in den Vordergrund, deren Einfluss auf die Emblematik oder das politische Schrifttum der Epoche zu klären ist. Zu beschreiben, wie Akteur:innen Medien als Bühne für ihre gelegenheitsbezogenen Handlungen nutzen, und die Interdependenzen dieser Medien voneinander erstmals herauszuarbeiten, ist eine zentrale Aufgabe der Forschungsgruppe, die nur aus diesen disziplinären Verschränkungen heraus methodologisch geleistet werden kann.



Beteiligte Wissenschaftler:innen
Die Forschungsgruppe verbindet Teilprojekte aus Romanistik, Neulatinistik, Komparatistik, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte und Medizingeschichte.

Prof. Karin Peters
Romanistik (Bonn)
Ich. So. Hier (und Jetzt). Die okkasionelle Situierung spanischen Dichtens im Habsburgerreich (16./17. Jh.)

Prof. Marc Laureys
Neulatinistik (Bonn)
Das neue Buch als occasio: Janus Gruterus als Verfasser, Empfänger und Sammler von Buchgeleitgedichten

Prof. Christian Moser
Komparatistik (Bonn)
Projektive occasio: Das Apophthegma als situative Erzählform in der europäischen Literatur des 16. und 17.
Jahrhunderts (gemeinsam mit Prof. Christiane Frey)

Prof. Christiane Frey
Germanistik / Komparatistik (Baltimore)
Projektive occasio: Das Apophthegma als situative Erzählform in der europäischen Literatur des 16. und 17.
Jahrhunderts (gemeinsam mit Prof. Christian Moser)

Prof. Birgit Münch
Kunstgeschichte (Bonn)
Artifex et occasio. Möglichkeitsräume der günstigen Gelegenheit des:der Kunstschaffenden zu Beginn der Frühen Neuzeit (gemeinsam mit Prof. Hui Luan Tran)

Prof. Hui Luan Tran
Kunstgeschichte (Mainz)
Artifex et occasio. Möglichkeitsräume der günstigen Gelegenheit des:der Kunstschaffenden zu Beginn der Frühen Neuzeit (gemeinsam mit Prof. Birgit Münch)

Prof. Michael Rohrschneider
Geschichte (Bonn)
"Gelegenheit" als Faktor der Verhandlungen auf dem Westfälischen Friedenskongress (1643-1649)

Prof. Mariacarla Gadebusch Bondio
Medical Humanities / Geschichte der Medizin (Bonn)
Occasio und Kairós im Spannungsfeld ärztlicher Entscheidungen: Naturphilosophie und ethische Sorgfalt in
der vormodernen Medizin (gemeinsam mit PD Dr. Christian Kaiser)

PD Dr. Christian Kaiser
Medical Humanities / Geschichte der Medizin (Bonn)
Occasio und Kairós im Spannungsfeld ärztlicher Entscheidungen: Naturphilosophie und ethische Sorgfalt in
der vormodernen Medizin (gemeinsam mit Prof. Mariacarla Gadebusch Bondio)

Prof. Hania Siebenpfeiffer
Neuere deutsche Literaturwissenschaft / Komparatistik (Marburg)
Occasio narrata et narrans. Fingierte Reiseberichte der Frühen Neuzeit und ihre erzählerischen Gelegenheiten (gemeinsam mit PD Dr. Christian Meierhofer)

Vertr.-Prof. Dr. Christian Meierhofer
Neuere deutsche Literaturwissenschaft / Allgemeine Literaturwissenschaft (Kassel)
Occasio narrata et narrans. Fingierte Reiseberichte der Frühen Neuzeit und ihre erzählerischen Gelegenheiten (gemeinsam mit Prof. Hania Siebenpfeiffer)
Ausgewählte Publikationen
Gemeinsamer Sammelband:
PETERS, Karin / LAUREYS, Marc / TAUTSCHNIG, Irina (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen - Praktiken - Medien, Göttingen: V&R, Bonn UP 2026 (Super alta perennis. Studien zur Wirkung der Klassischen Antike 27).
Einzelpublikationen:
FREY, C.: „Beiläufig exemplarisch: Anekdote und Geschichte bei Montaigne und Kleist“, in: Ch. Moser / R. M. Möller (Hgg.): Anekdotisches Erzählen. Zur Geschichte und Poetik einer kleinen Form, Berlin / Boston 2022, 197–226.
— „Kleinformate und Monadologie: Leibniz, Benjamin“, in: P. Selbig et al. (Hgg.): Barock en miniature – Kleine literarische Formen in Barock und Moderne, Berlin / New York 2020, 135–176.
— Laune: Poetiken der Selbstsorge von Montaigne bis Tieck, Paderborn 2016.
— „Moritz’ Anton Reiser als paradigmatische Fallgeschichte“, in: A. Krupp (Hg.) Signatures of Thought: Karl Philipp Moritz, Amsterdam 2010, 19–41.
— „Ist das nicht der Fall der Krankheit? Der literarische Fall am Beispiel von Goethes Werther“, in: Zeitschrift für Germanistik 19:2 (2009), 317–329.
— / Fuchs, F. / Martyn, D. (Hgg.): Below Genre: Short Forms and Their Affordances. Special issue of Colloquia Germanica – Internationale Zeitschrift für Germanistik 56:2-3, Tübingen 2023.
— / Moser, C.: „Ex occasione oder vom Apophthegma und seinen Anlässen (Plutarch, Erasmus, Zincgref)“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
GADEBUSCH BONDIO, M.: „Suspicious body parts and endangered femininity. Western Medical Knowledge about the female genitalia and practices of genital cutting in the early modern age“, in: S. Hilger (Hg.): The Health Humanities in German Studies, London 2024, 253–274.
— „Avoidable Mistakes. Medical Fallibility as an Ethical Problem with Epistemological Implications“, in: R. F. Canali / M. Ciavolella / V. Finucci (Hgg.): Rethinking Medical Humanities. Perspectives from the Arts and the Social Sciences, Berlin / Boston 2023, 35–48.
— / Kaiser, C.: „Occasio aequivocum est vocabulum. Ambiguität der Gelegenheit (kairós, occasio) in der vormodernen Medizin“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen Bonn UP 2026.
— / Förg, K.-L.: „Appelle zum Schutz von Gesundheit und Leben – Wilhelm von Fabrys Einsatz zur Responsibilisierung von Ärzteschaft, Obrigkeiten und Betroffenen“, in: M. Gadebusch Bondio / M. Hengerer / R. Kölbel / S. Lepsius (Hgg.): Techniken der Responsibilisierung. Historische und gegenwartsbezogene Fallstudien, Hannover 2023, 79–126.
— / Förg, K.-L.: „Erkundungen des Fremden. Über ‚korrigierende‘ Eingriffe an den weiblichen pudenda in der vormodernen Medizin“, in: Medizinhistorisches Journal 57 (2022), 2–35.
— Medizinische Ästhetik. Kosmetik und plastische Chirurgie zwischen Antike und früher Neuzeit, München 2005.
KAISER, C.: „Amor hereos / heroische Liebe“, in: R.G. Asch / A. Aurnhammer / G. Feitscher / A. Schreurs-Morét (Hgg.): Compendium heroicum, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 03.11.2021. Online (open access): DOI: 10.6094/heroicum/amhd1.0.20211103
— „Lukrez in Fracastoros Syphilis (1530) – Häresie, politische Dekadenz und natürliche Regulation“, in: M. Gadebusch Bondio / C. Kaiser / M. Förg (Hgg.): Menschennatur in Zeiten des Umbruchs. Das Ideal des politischen Arztes in der Frühen Neuzeit, Berlin / Boston 2020, 13–45. https://doi.org/10.1515/9783110612349-002
— Epikur im lateinischen Mittelalter. Mit einer kritischen Edition des X. Buches der ‚Vitae philosophorum‘ des Diogenes Laertios in der lateinischen Übersetzung von Ambrogio Traversari (1433), Turnhout 2019 [= 2019a].
— (Hg./Üs.): Gilles Ménage: Geschichte der Philosophinnen. Lateinisch – Deutsch, Hamburg 2019 [= 2019b].
— „Epicurean Philosophy of Nature and God’s World Administration in Nicholas of Cusa“, in: Bruniana & Campanelliana 24 (2018), 165–176.
LAUREYS, M.: „Das neue Buch als Occasio. Janus Gruterus als Verfasser, Empfänger und Sammler von Buchgeleitgedichten“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
— De Smet, I. (Hgg.): Well-Wrought Snapshots: Balancing Aesthetics and Pragmatics in Neo-Latin Occasional Poetry, Baden-Baden [2026].
— „Zwischen Anthologisierung und Eigenwerbung: Janus Gruterus’ Dichtungen in seinen Delitiae poetarum Belgicorum (1614)“, in: Daphnis [2025].
MEIERHOFER, C. / Spiekermann, B. (Hgg.): Daphnis 50:2–3 (2022): Briefpublizistik der Frühen Neuzeit.
— / Franzen, J. (Hgg.): Gelegenheitslyrik in der Moderne. Tradition und Transformation einer Gattung, Berlin 2021.
— „Das Verlachen der Gegenwart. Zeitordnungen in der Komödie der frühen Aufklärung“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 138: 4 (2019), 481–513.
— „Erwartungsumschwünge. Zu Medienkonkurrenzen und Gegenwartsbezügen in der Frühen Neuzeit“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 90:1 (2016), 3–31.
— Georg Philipp Harsdörffer, Hannover 2014.
— Alles neu unter der Sonne. Das Sammelschrifttum der Frühen Neuzeit und die Entstehung der Nachricht, Würzburg 2010.
— / Siebenpfeiffer, H.: „Neue Welten. Fingierte Reiseberichte der Frühen Neuzeit und ihre ‚Gelegenheiten‘“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
MOSER, C.: „The Anecdote on the Battlefield: Napoleon – Kleist – Kluge“, in: S. Allan / J.L. High (Hgg.): Inspiration Bonaparte? German Culture and Napoleonic Occupation. Rochester, NY 2021, 94–118.
— „Kontingenz und Anschaulichkeit. Zur Funktion anekdotischen Erzählens in lebensgeschichtlichen Texten (Plutarch und Rousseau)“, in: T. Köppe / R. Singer (Hgg.): Show, don’t tell. Konzepte und Strategien anschaulichen Erzählens, Bielefeld 2018, 57–82.
— „Abgelenkte Falllinien. Kleist, Newton und die epistemische Funktion anekdotischen Erzählens“, in: Y. Lü / A. Stephens / A. Lewis / W. Voßkamp (Hgg.): Wissensfiguren im Werk Heinrich von Kleist, Freiburg i. Br. 2012, 169–191.
— „Die supplementäre Wahrheit des Anekdotischen: Kleists Prinz Friedrich von Homburg und die europäische Tradition anekdotischer Geschichtsschreibung“, in: Kleist-Jahrbuch (2006), 23–44. [= 2006b]
— Buchgestützte Subjektivität: Literarische Formen der Selbstsorge und der Selbsthermeneutik von Platon bis Montaigne, Tübingen 2006. [= 2006a]
— „Angewandte Kontingenz. Fallgeschichten bei Kleist und Montaigne“, in: Kleist-Jahrbuch (2000), 3–32.
— / Möller, R. M. (Hgg.): Anekdotisches Erzählen. Zur Geschichte und Poetik einer kleinen Form, Berlin / Boston 2022.
MÜNCH, B.U.: „Rubens – Christus – Chiron. Selbstbildnis und Wundenschau im ‚Ecce Homo‘“, in: M. Gadebusch Bondio / M. Föcking (Hgg.): Die „ewige Wunde“. Beiträge zu einer Kulturgeschichte unheilbarer Wunden in der Vormoderne, Wiesbaden 2023, 163–180.
— „Subversives Self-Fashioning? Rubens und das christomorphe Selbstbildnis“, in: B. Kaschek / T. Ende / J.-D. Mentzel (Hgg.): Das subversive Bild, Berlin / München 2022, 213–226.
— „Wo der citoyen dem Dialog der Toten lauschen sollte: Alexandre Lenoirs Musée des Monuments français und sein Öffentlichkeitskonzept“, in: B.U. Münch / W. Windorf (Hgg.): Transformer le monument funéraire. Möglichkeitsräume künstlerischer Überbietung des französischen Monuments im 18. und 19. Jahrhundert, Paris 2021, 157–179.
— „Don’t judge a book by its cover. Feyerabend’s Figuren between religious faith, artist’s book and pre- modern business plan“, in: B.U. Münch / L. Hall Kirch / A. G. Stewart: Crossroads. Frankfurt am Main as Market for Northern Art, 1500–1800, Petersberg 2019, 41–51.
— u.a. (Hgg.): Künstlerinnen. Neue Perspektiven auf ein Forschungsfeld der Vormoderne, Petersberg 2017 [= 2017b].
— / Tran, H.L.: „Waernemen van de opportuniteyt ofte occasie. Die günstige Gelegenheit als Handlungsgröße in der frühneuzeitlichen künstlerischen Selbstkonzeption“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
— / Tacke, A. / Herzog, M. / Heudecker, S. (Hgg.): Die Klage des Künstlers. Verarbeitung von Krise und Umbruch in Text und Bild von der Reformation bis um 1800, Petersberg 2015.
PETERS, K.: „De la Arcadia a Castilla: Juan de la Encina y la transformación ‘patemática’ de la égloga“, in: I.M. Weiss / A. Álvarez Hernández (Hgg.): Bukolik und Liebeselegie zwischen Antike und Barock / Bucólica y elegia erótica entre la Antigüedad y el Barroco, Würzburg 2017, 203–229.
— „Der Lukrezia-Effekt. Homosoziale Gesellschaft und politische Mythologie in Lope de Vegas Fuente Ovejuna“, in: PhiN – Philologie im Netz 67 (2014), 69–94.
— / Laureys, M. / Tautschnig, I.: „Einleitung“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
ROHRSCHNEIDER, M.: „Er woltte die glegenheit in acht nehmmen. Opportunität(en) im Kontext der Verhandlungen des Westfälischen Friedenskongresses“, in: K. Peters / M. Laureys / I. Tautschnig (Hgg.): Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien, Göttingen 2026.
— / Schirrmeister, A.: „Die französischen Korrespondenzen in den Acta Pacis Westphalicae. Zwischenbilanz und Perspektiven“, in: Francia 50 (2023), 347–365.
— Der gescheiterte Frieden von Münster. Spaniens Ringen mit Frankreich auf dem Westfälischen Friedenskongress (1643–1649), Münster 2007.
Siebenpfeiffer, H. / Schneck, P. / Lieb, C. (Hgg.): Handbuch Literatur und Recht, Berlin [2025].
— „Imagining the Extra-Terrestrial ‘Other’ in Early Modern Literature“, in: Aura Heydenreich u.a. (Hgg.): Writing the Heavens. Celestial Observation in Medieval and Early Modern Literature, Berlin 2024, 159–179.
— „Robinson im All. Daniel Defoes ‚Visions of the Angelick World‘ (1720)“, in: C. Haug u.a. (Hgg.): Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ zum 300jährigen Publikationsjubiläum,Berlin 2022, 75–93.
— „Dispositionsformen von Recht und Erzählen in Grimmelshausens ‚Verkehrte Welt‘“, in: Simpliciana. Zeitschrift der Grimmelshausen-Gesellschaft: Dispositionsformen und Ordnungsvorstellungen bei Grimmelshausen und in der Literatur der Frühen Neuzeit XLII (2020), 85–106.
— „Die Erfindung der Zukunft. Vergangene und gegenwärtige Zukünfte ‚um‘ 1800 und 1900“, in: Dominik Orth u.a. (Hgg.): Zukunft erzählen. DIEGESIS 9, H. 1 (2020): (https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis).
— (Hg.): Daphnis 44:1–2 (2016) = Überschreitungen / Überschreibungen: Zum Werk von Sibylla Schwarz (1621–1638).
TRAN, H.L.: „Militärisches Ausbilden in Bildern. Sehen und Messen in der Géometrie pratique (1702) von Alain Manesson-Mallet“, in: E. Décultot / D. Fulda (Hgg.): Bilder der Aufklärung, Paderborn 2024, 177–199 [im Druck]. ISBN: 978-3-7705-6767-6
— Vor-Bildliches Sterben. Der Tod der Kleopatra als bildtheoretisches Motiv in der Frühen Neuzeit, Emsdetten 2020.
— „Antoine-Yves Goguet (1716–1758). De l’origine des loix, des arts, et des sciences; et de leurs progrès chez les anciens peuples. (Kat. XI.5)“, in: U. Pfisterer / C. Ruggero (Hgg.): Phönix aus der Asche. Bildwerdung der Antike – Druckgrafiken bis 1869, Petersberg 2019, 315–318.
— „Claude Henri Watelet. L'Art de Peindre: Poëme; avec des Réflexions sur les Différentes Parties de la Peinture. (Kat. 75)“, in: A. Döring u.a. (Hgg.): Platz da im Pantheon! Künstler in gedruckten Porträtserien bis 1800 [Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München vom 25. Oktober 2018 bis 1. Februar 2019], Passau 2018, 358–360.
— „‚Urfrau‘, Naturfrau oder ‚Kunstfrau‘?“, in: M. Saß / I. Wenderholm (Hgg.): Mutter Erde. Vorstellungen von Natur und Weiblichkeit in der frühen Neuzeit [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Kunstsammlung der Universität Göttingen vom 18. Oktober 2017 bis 17. Oktober 2018], Petersberg 2017, 232–235. DOI: 1133374506
— „(De-)Generative Figuren zwischen Mensch und Tier. Die graphische und rhetorische Zerlegung des Papstesels“, in: Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen 37:1–2 (2016), 101–124.